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Turn- und Spielverein Stellichte von 1910 e.V.
 letzte Änderung
06.08.2011  
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 Die Jahre 1993 - 2010
Wieder ein sehr erfolgreich arbeit- ender Vorstand unter der 12 jährigen Führung von Heinz Schlake nahm 1993 seinen Abschied. Alle Vorstandsposten
konnten besetzt werden. Horst Höfer wurde zum 1. Vorsitzenden
gewählt und bis heute immer in seinem Amt bestätigt. Gute Mitarbeiter im Vorstand mit großem Interesse an der Fortentwicklung des TuSV und ein gutes Angebot im Verein durch die vielen ehrenamtlichen Übungsleiter ließen die Zahl der Mitglieder im Jahr 1997 erstmals auf über 400 steigen. Eine schöne Zahl in einem Dorf mit etwas über 600 Einwohnern. Elf Jugendsportfeste, das größte mit der Teilnahme von 65 Jugendmannschaften und ca. 700 aktiven Sportlerrinnen und Sportlern, wurden in den Jahren darauf veranstaltet.
1996 wird  mit einer Geldspende von Hermann Lünzmann sowie mit kostenlosem Material und der Arbeitskraft und Hilfe von Walter von Wieding, Christian Dreyer und Rolf Hewekerl und weiteren Pesonen der Grillplatz an der Sporthalle errichtet.
Jeder Vorsitzende seit 1970 hatte aber auch bis dato immer mit irgendeiner Baumaßnahme zu tun. So
war es hier auch die schon begonnene Fortführung der Planungen für die Sanierung und die 2. Erweiterung  der Sporthalle. Im Jahr 2003 gab  es wieder Zuschüsse und

 
das Vorhaben konnte nach 2 Jahren Bauzeit im September 2006 mit der Einweihung abgeschlossen werden.
 Der Sportverein besitzt eine eigene Sporthalle, was schon einmalig im Kreisgebiet ist, mit zwei Übungsräumen und diversen anderen Räumlichkeiten. Sport wird für jedermann in einer tollen Gemeinschaft angeboten. Zur Zeit gibt es 7 Übungsleiter in den Abteilungen Fußball, Kinderturnen, Mutter- und Kindturnen, Seniorengymnastik, Damengymnastik
Nordic-Walking, Tischtennis, Leichtathletik, Badminton und .Jugendhandball (hier in einer Spielgemeinschaft mit der HSG Lohheide).
Mit einem Kommerzabend, einer großen Party in der Sporthalle und vielen sportlichen Darbietungen wird das 100 jährige Vereinsjubiläum in der Woche vom 30.07. bis  08.08. 2010 gefeiert.
Der Verein hat zum 1.1.2010 neun Übungsleiter mit Lizenz und viele Helfer in neun  Sportabteilungen sowie 414 Mitglieder.
 
Bericht: Günther Strote im Januar 2010
Grillplatz am Badeteich und Sporthalle

 Die Vereinsgeschichte des Turn- und Spielverein Stellichte
 Die Jahre 1909 - 1945
 
Durch Lehrer Hüner und weiteren 6 Personen wurde auf einer Versammlung am 14. Juni 1909   beschlossen, einen Jugend-Spielverein zu gründen und eine Satzung auszuarbeiten. Die Satzung wurde im  Juli  1909 vorgestellt und von dann schon 20 Mitgliedern genehmigt. Die Eintragung ins Vereinsregister erfolgt am 9. August 1909. Als Spiele wurden  Schachbrett, Halma, Salto, Pelees, Schnipp-Schnapp und Flohspiele angeschafft und angeboten. Die Spieleabende fanden am Samstag in den Wohnungen der Mitglieder  statt  Mit diesen Heimspielen und Leseabenden schufen sich die jungen Leute selbst eine kulturelle Betreuung über die Schulzeit hinaus. Die Veranstaltungen lagen meist in den Wintermonaten. Erst im Sommer kam ganz schüchtern der Faustball, später dann Völkerball, mal Fußball, Schleuderball und Kricket dazu.  Zusammen mit der Frw. Feuerwehr wird zu Weihnachten 1911 ein Theaterstück aufgeführt. Der Verein  nimmt an den Turnabenden der Feuerwehr teil. Im April 1913 werden die ersten Fußballtore für 1,50 Mark angeschafft. Am 2. April 1914 wird beschlossen, eine Vereinsbibliothek zu gründen, dafür im Juli 1914 für 12 Mark Jahresmiete ein Vereinszimmer bei Heinrich  Cords angemietet und hier die Bibliothek und die Spiele untergebracht.
Im 1.Weltkrieg ruht weitestgehend das Vereinsleben. Pastor Sumpf, noch Vorsitzender, versucht ab 1919 den Verein wieder zu beleben. Durch Fritz Falke wird im September 1921 der Turnsport   mit angeboten und der Verein ab dem folgenden Jahr Turn- und Spielverein genannt. Geturnt wurde nur an zwei Abenden in  der

 
Woche unter der Leitung vom 1. Turnwart Johann Grahl. Die Vereinsführungen wechselten in diesen Jahren sehr oft. Am 15. 2. 1922 wurde Fritz Falke zum 1.
Turnwart gewählt, der, wie sich später herausstellte, bis zu  seinem Tode 1976 das Vereinsleben in vielen Funktionen mitgeprägt hat. Das Turnen wird während seiner Zeit sehr beliebt, die Sportart bis zum 2. Weltkrieg noch intensiver betrieben und große Turnfeste veranstaltet.
 Die Jahre 1946 - 1949  
 
Am 6. April 1946 trafen sich 20 Vereinsmitglieder unter der Leitung von Walter Schuster mit dem Ziel, um nach dem Krieg in den Sportverein wieder mehr die sportlichen Aktivitäten zu erhöhen. Am 29. Mai diesen Jahres berief dann eine Mitgliederversammlung Julius
Ryngler zum 1 Vorsitzenden des TuSV Stellichte. Heinz Willbrandt aus Tilsit führt den Handballsport in den Spielverein ein und wird als Handballwart gewählt. Dieser Sport blühte so richtig auf. Das regelmäßige Turnen mit Fritz Falke wurde ebenfalls wieder aufgenommen, auch gehörten die Handballpunktspiele
und Turnfeste zum Jahresprogramm. Mit dem sogenann- ten "Wieding Express", einem Trecker mit nicht gefeder-

 
tem Anhänger, erfolgte sehr oft die auswärtige Anreise in Begleitung vieler Fan`s. Auch die Theateraufführungen der Laienspielgruppe unter der Leitung von Christel
Bellmer, in einem Halbjahr mit fünf Auftritten, fanden großen Anklang in der Bevölkerung. Dem Verein wurde in diesen Jahren ein rascher Aufstieg ermöglicht.  Die Zahl der Mitglieder stieg zu dieser Zeit erstmals auf über Hundert an.
Die Theatergruppe 1950
 Die Jahre 1950 - 1952
 
Im Sommer 1950 wird das 40jährige Bestehen des TuSV Stellichte auf dem neuen Sportplatz  bei   Norden
gefeiert. Schon weit vor dem Ort grüßten Girlanden, wehten weiße Fähnchen in den Vereinsfarben blau- weiß und riefen den Gästen ein Herzliches Willkommen zu. Organisiert wurde dieses von Heinz Willbrandt. Mit einer Theateraufführung der Ballspielgruppe am Samstagabend und einem anschließenden
Festball wurde dieses Jubiläum eingeleitet. Der Sonntagvormittag gehörte der Leichathletik. Den Umzug unter Begleitung einer Blaskapelle durch den mit Girlanden, Ehrenpforten und Fahnen geschmückten Ort

 
sowie der anschließenden Fahnenweihe war dann der Höhepunkt. Fritz Falke und Hermann Hogrefe wurden
für 30 Jahre geleistete Arbeit für die Jugend vom Kreissportbund geehrt. Mit dem großen Handball-turnier und einem Schauturnen der Frauen, Männer und Jugendlichen endete der Tag. Der Sportverein Kettenburg trat im Jahr 1952 geschlossen in unseren Verein ein. In den Jahren danach litten die Abteilungen Handball, Turnen und
Leichtathletik unter Nachwuchs- und Übungs- leitermangel, so daß diese fast zum Erliegen  kamen. Das Interesse am Fußballsport wuchs.
 Die Jahre 1952 - 1954
Auf  der Versammlung am 13. 08. 1952 wurde beschlossen, eine alte Fahrzeughalle aus Munster zu kaufen, abzubauen und als Turnhalle zu nutzen. Paul Lehman war zu diesem Zeitpunkt bis 1955 der 1. Vorsitzende. Mit großem Einsatz setzte er dieses Vorhaben um und konnte nicht  ahnen,
das hier mit dem Sportplatz, dem Badeteich und der Schützenhalle zentral ein kleines Sportzentrum auf dem Dorf entstehen würde. Die feierliche  Einweihung  fand
am 25. September 1954 statt. Von den hochrangigen Gästen wurdedie beispiellose Arbeit des TuSV Stellichte sehr anerkannt und gelobt.
Da Gastwirt Seemann das Grundstück zur Verfügung gestellt hatte, war er auch fortan der Festwirt des Spielvereins.
Sporthalle1954
 Die Jahre 1955 - 1969
Im Jahr 1955 folgte dann Fritz Falke als neuer Vorsitzender. Das 50jährige Bestehen 1960 konnte wegen eines fehlenden Sportplatzes nicht umfangreich gefeiert werden, da der Pachtvertrag von dem damaligen Besitzer nicht verlängert  worden ist. Trotzdem wurde ein großes Kinderturnfest in der "von Beerschen Forst" hinter dem

Mousoleum durchgeführt. Für ein Fußballturnier stellte Martin Twiefel eine Wiese zur Verfügung. 1961 konnte dann der neue Sportplatz mit einem Spielfeld am jetzigen Standort hinter der Sporthalle eingeweiht werden.
Fritz Falke
 Die Jahre 1970 - 1980

Im Jahr 1970 wurde Willi Jagusch zum 1. Vorsitzenden des TuSV gewählt und beendete für lange Zeit das viele hin und her beim Vorsitz des Sportvereines. Mehr Mit- glieder durch ein größeres Sportangebot und einer ausgezeichneten Jugend- arbeit von Rolf Hewekerl und Willi Jagusch. Keine Duschen und Umkleide-

 
räume war dann mit der Auslöser für die 1. Erweiterung der Sporthalle. Unter dem hervorragendem Einsatz und Leitung unter anderem von Ralf Goos und Willi Jagusch wurde die Arbeit aufgenommen und die Sporthalle 1974 mit vielen Stunden Eigenleistung und wenig Kapital fertig gestellt.
Mit weiteren Baumaßnahmen war danach für fünf Jahre Schluß. Im Jahr 1979 wurde die Erneuerung des Sportplatzes mit der Erweiterung um einem 2 Spielfeld beschlossen. Dieses Vorhaben konnte aber zunächst wegen vieler Hindernisse nicht umgesetzt werden.
 
(Siehe auch
 "Die Sporthalle")
Willi Jagusch Kopie
 Die Jahre 1981 - 1992
 
Zur Wahl bei der Jahreshauptversammlung im Februar 1981 wollte der größte Teil des Vorstandes nicht weiter kandidieren. Ohne Nachfolger für die meisten Ämter auf dieser Versammlung anzutreten, war der falsche Weg. Günther Strote bemühte sich Wochen vorher um Besetzung aller frei werdenden Posten, was auch bei der  mit 53 Personen besuchten Versammlung gewürdigt und umgesetzt werden konnte. Neuer Vorsitzender wird  Heinz Schlake. Das Konzept für den Sportplatzneubau wurde umgehend geändert, kurzfristig umgesetzt, im Herbst 1981 begonnen und die neue Sportanlage mit dem Namen "Lehrdestadion" 1983 seiner Bestimmung übergeben. Ohne weitere finanzielle Unterstützung wurde danach zusammen  mit  dem Schützenverein der   Parkplatz zwischen dem Stadion, der Schützenhalle und der Sporthalle erstellt. 1985 begann man das 75 jährige Vereinsjubiläum mit Turnieren und dem Werbespiel gegen die Amateure vom SV Werder Bremen. Auf dem Kommerzabend am 09.08.1985 äußerte sich Landrat Buhr lobend und positiv über den Einsatz des   TuSV beim Umsetzen der
verschiedensten Maß- nahmen und freute sich gerade jetzt im Jubiläumsjahr mit den Stellichtern über die Erringung der Meister- schaft in der Kreisliga. Eine Ausstellung über 75 Jahre Vereinsgeschichte von Günther Strote, viele sportliche Aktivitäten aller Abteilungen, der wieder  ins Leben gerufene Straßenlauf "Quer durch Stellichte"
einem großen Sportlerball und einer  Aufführung der britischen Militärkapelle "Band of Wales" beendeten eine super abgelaufene Sportwoche.
 
 
(Siehe auch   
"Der Sportplatz")
Heinz Schlake2
Fritz Falke
Hafenrundfahrt 1929 Kopie
Turnen1
Julius_Ryngler3
Ummarsch_1950_-1
Lehmann_1._Vorsitzender_edited_Kopie
Horst_Hoefer2-1
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